Welche Pferdehaltung ist die richtige?

 

 

Diverse Gerichtsurteile haben es bestätigt. Pferdehaltung ausschließlich in der Box ist nicht artgerecht. Wer sein Pferd zum Beispiel aus Angst vor Verletzungen lediglich zum täglichen Training aus der Box holt, macht sich inzwischen strafbar und riskiert hohe Geldbußen. Dutzende Tierschutz- und Freizeitreiterverbände begrüßen diese Entwicklung. Es stellt die folgerichtige Reaktion auf die Aufnahme des Tierschutzes in das deutsche Grundgesetz dar.
Das Pferd ist als Herdentier in seiner ursprünglichen Natur auf engen Kontakt mit seinen Artgenossen angewiesen. In der freien Natur wäre es ohne den Schutz seiner Herde nicht fähig zu überleben. In der Herde gelten strenge Hierarchien, meist wird eine Gruppe von einer Alphastute angeführt und ein Hengst (in der freien Natur) oder ein dominanter Wallach (bei artgerechter Herdenhaltung) bewacht „von außen“ den Herdenverband. Das größte Verletzungsrisiko droht sicherlich wenn ein oder mehrere neue Pferde in die Herde integriert werden sollen, aber meist läuft diese Neufestlegung der Rangordnung glimpflicher ab als gedacht. Immer noch weit verbreitet zu findende und nicht gesicherte Stacheldrahtzäune stellen hier ein weitaus größeres Risiko dar. Empfehlenswert ist auch die Haltung in reinen Wallach- oder Stutenherden, da hier die „Rangkämpfe“ meist wesentlich harmloser verlaufen und die einmal festgelegte Rangordnung meist sehr konstant beibehalten wird. Nicht zuletzt sind Pferde, die im Herdenverband leben, wesentlich ausgeglichener und dadurch auch in der täglichen Arbeit meist besser zu reiten, und abgesehen davon kommt es wesentlich seltener zu Verhaltensauffälligkeiten (Weben, Koppen, Beissen).

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